Um irgendwo hin zu gelangen, sollte ich zuerst ganz bei mir sein. Mich selbst als in-mir wahrnehmen. Viele Menschen sind außer-sich und auch ich selbst erlebe mich sehr oft als außer-mir.

„Außer sich“ sein bedeutet unter anderem: sich aufregen, empört sein. In diesem Sinne sind wirklich viele außer sich, wenn ich höre, was Leute oft so sagen, wenn ich Kommentare in Online-Medien oder auf Facebook lese, wenn ich sehe, welche Parteien und welche Menschen gewählt werde und aus welchen Gründen sie offenbar gewählt werden.

„Außer sich“ sein bedeutet aber auch: verrückt sein. Ver-rückt, also nicht an der Stelle, an der ich sein sollte. Nicht dort, wo ich hingehöre. Wo gehöre „ich“ hin? Natürlich in mich hinein, ganz in meine Mitte: das bedeutet: Bei mir sein.

Erst wenn ich ganz bei mir bin, aus mir heraus – aus meiner Mitte heraus – handle, kann ich die Kraft erzeugen, die wirklich etwas bewegt. Wenn ich also meine Kern-Energie nutze.

Wie komme ich nun also ganz in mich hinein, wie schaffe ich das, ganz bei mir zu sein? Und wenn ich es geschafft habe, wie kann ich dann möglichst lange in mir, in meiner Mitte verweilen, bevor es doch jemand oder etwas schafft, mich wieder zu ver-rücken?

Das heraus zu finden. Darum geht’s. Um nichts anderes, scheint mir. Das ist die größte, die schwierigst, vielleicht aber auch die leichteste Aufgabe. Mal sehen. Ich bleibe dran, ich werde berichten, ich werde teilen, was ich gefunden habe.

Wenn möglich: aus meiner Mitte heraus teilen.

Bild: „Bluestar“ (Ausschnitt) von Lars J. Fischedick auf der Discovery Art Fair in Frankfurt, 2019

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