Heute hat jemand in den Kommentaren zu meinem Post „Kann man lernen, von Kunst zu leben“ folgendes geschrieben:

„Solange in einer Gesellschaft Sport und Kunst Nebenfächer sind und gleichzeitig mit Spitzensportlern und Starkünstlern ein Geschäft gemacht wird, d.h. der künstlerische Ausdruck völlig unterbewertet ist, solange ist es für die meisten Künstler sehr schwierig davon zu leben. Wenn es einfach erlernbar wäre von seiner Kunst zu leben, hätten das die meisten Kunstschaffenden…na ja…schönen Abend noch…“

Meine Antwort darauf war:

Liebe A.,

Du hast natürlich absolut recht mit deinen Worten zum Stellenwert der Ausbildung in Sport und Kunst in unserer Gesellschaft!

Und ich wünschte, du hättest AUCH Recht mit deinen Worten „wenn es erlernbar wäre, hätten es die meisten schon getan“. So ist es aber leider nicht: sehr, sehr viele Dinge sind erlernbar, aber die meisten Menschen scheuen sich, es zu tun. Immer sind es nur einige wenige, die dazu bereit sind, zu lernen, sich zu entwickeln, die richtigen Schritte zu setzen.

Zum Beispiel Ernährung: es ist bekannt, wie man sich richtig und gesund ernährt, man kann lernen, seine Ernährung umzustellen – aber wie viele Menschen tun es?

Oder Bewegung: es ist bekannt und erlernbar, wie viel und wie man sich täglich bewegen soll, um fit zu bleiben – wie viele Menschen tun es?

Und sogar beim Fachwissen, bei special skills, ja auch künstlerische Techniken: alles ist erlernbar, aber wie viele Menschen machen sich die Mühe, tatsächlich in dem, was sie machen, besser zu werden, sich beständig weiter zu entwickeln?

Und wie viele bleiben lieber beim Alten, beim dem was sie immer schon gemacht haben, auch wenn es nicht funktioniert?

Übrigens behaupte ich nicht, dass es „einfach erkernbar wäre, von Kunst zu leben“ wie du schreibst – das „einfach“ kommt nirgendwo vor, denn einfach ist es leider wirklich nicht. Es ist eine Menge zu tun, und es enthält selbstverständlich auch Anstrengung, Risiko, Bereitschaft sich zu verändern.

In meinen Kursen, Coachings, Seminaren gibt es keine „geheime Technik“ die man erfährt und dann geht alles ganz easy. Es geht schlicht darum, seine Aufmerksamkeit dem finanziellen, ökonomischen, unternehmerischen Aspekt zu widmen und dann daran zu arbeiten: Klarheit gewinnen, Ziele und Strategien erarbeiten, die auf die persönliche Situation zugeschnitten sind – aber auch die eigene Einstellung so zu ändern, dass sie dem Erfolg nicht entgegensteht sondern diesen unterstützt, erwartet, gut heißt.

Denn du glaubst nicht, wie viele Künstler°innen (und auch andere Menschen) „Erfolg“ und „Geld“ verachten – und trotzdem gerne beides hätten.

Das alles lässt sich natürlich auch alleine recherchieren, lernen und umsetzen, wie ja die künstlerische Ausbildung per se auch. Wenn ich will kann ich alles, was eine Kunstuni unterrichtet, selbst auch lernen, aus kostenlosen Angeboten zusammensuchen, durch Versuch und Irrtum draufkommen.

Meine Angebote sind, wie jeder Kurs, jedes Lernangebot, jede Ausbildung, jede Beratung und jedes Coaching schlichtweg eine „Abkürzung“ zum Ziel sowie eine Unterstützung auf dem Weg dorthin – und ausschließlich für jene gedacht, die eine solche suchen…

Was sagt ihr dazu?

Dieser Beitrag ist auch auf der art!up.coach Facebook-Seite zu finden.

Bild: Schiff in der Bucht von Málaga, Foto: Peter Hauptmann, 2019

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