Vielleicht klingt es banal, wie ein Gemeinplatz, eh logisch, aber: wie wichtig es ist, gesund zu sein, merkt man erst, wenn man krank ist.

Eine simple Magen-Darm-Grippe (vielleicht aber auch ein verdorbenes Sandwich) hat mich mehr als eine Woche lang ausgeknockt. Näher beschreiben mag ich es nicht, jedenfalls eine sehr ungustiöse Sache.

Fest steht: ich war 3 volle Tage nur im Bett, noch dazu in einer fremden Stadt, im Hotelzimmer, konnte keinerlei Nahrung zu mir nehmen, habe abgesehen von den naturgemäß häufigen Gängen ins Bad praktisch ausgeschließlich (aber schlecht) geschlafen und wusste am Ende schon gar nicht mehr, wie ich liegen soll.

, noch dazu in einer fremden Stadt, im Hotelzimmer, konnte keinerlei Nahrung zu mir nehmen, habe abgesehen von den naturgemäß häufigen Gängen ins Bad praktisch ausgeschließlich (aber schlecht) geschlafen und wusste am Ende schon gar nicht mehr, wie ich liegen soll.

Das Erschreckende aber war: wie vollkommen unbenützbar mein Gehirn in diesen Tagen war. Wie kein, aber wirklich absoult kein klarer Gedanke sich abzeichnete, keine Idee, nicht einmal der Wille zu einer Idee, nicht mal ein kurzer Impuls um irgendetwas, einfach irgendetwas in diesen Blog hier zu schreiben, von dem ich mir doch vorgenommen hatte, ihn täglich zu führen.

Der Wille, die Sache mit dem Blog durchzuziehen, war stark, aber die geistige Leere und die reale, physische Ermattung waren stärker. Es ging einfach nicht, selbst „beim besten Willen“ nicht. Der „beste Wille“ war tatsächlich nicht stark genug, und das war für mich das eigentlich Erschreckende:

Wie abhängig wir vom Funktionieren unseres Körpers sind. Ich muss zugeben, ich hatte immer den Verdacht, dass „sich nicht gut fühlen“ oder gar „krank sein“ eine hervorragende Ausrede dafür ist, nicht das tun zu müssen, was wir tun wollen (oder auch: „sollen“, aber in erster Linie: „wollen“).

Das war leicht gedacht und leicht gesagt, weil ich selbst zumeist gesund bin und, falls krank, dann meist nur leicht und kurz. An die letzte schwerere Grippe konnte ich mich nur mehr dunkel erinnern.

Jetzt aber ist mir in aller Deutlichkeit wieder klar geworden, wie nichts, einfach wirklich nichts geht, wenn der Körper darniederliegt, wenn er tatsächlich angeschlagen ist. Wie abhängig wir normalerweise davon sind, dass unser Körper „mitspielt“, sich benimmt, fit ist, uns durchs Leben trägt.

Ich, für mich, will das „nicht fit sein“ immer noch nicht als Ausrede gelten lassen, das nicht zu tun, was ich tun will und tun soll – aber zumindest will ich ab jetzt dankbar dafür sein, dass ich ihn habe, diesen an sich faszinierenden Apparat, der Tag ein, Tag aus, auch Nachts, arbeitet (unser Herz schlägt ca. 100.000 Mal am Tag, ohne dass wir auch nur darüber nachdenken), um uns: ja, eben, man kann es nicht besser sagen: durchs Leben zu tragen.

Dankbar auch dafür, dass mein Geist, mein Gehirn, fit genug ist, um Zeilen wie diese hier zu schreiben, das, was ich denke, in Worte fassen und festhalten zu können.

Möge das banal klingen oder eh klar sein: es mir bewusst zu machen, hilft mir, den richtigen Rahmen zu setzen für das was ich tue und für das, was ich mir vornehme, zu tun.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.