Heisst das nicht „FAKE it, till you make it“? Im Prinzip schon, aber so, in der Originalversion, ist dieser Ratschlag Mist.

Denn wen sollen wir denn anfaken? Wem sollen wir etwas vormachen? Uns selbst? Den anderen? Jede Art von gewinnbringender Beziehung, auch jede geschäftliche Beziehung, baut doch auf Vertrauen auf. Jemanden, und sei es nur uns selbst, etwas vorzuschwindeln untergräbt jedes Vertrauen.

Und wie lange sollen wir denn „faken“ – woher wissen wir, dass wir es „gemakt“ haben, dass wir es geschafft haben und jetzt endlich dort sind, wo wir immer schon hinwollten?

Immerhin deutet das „it“, im Satz ja an, dass es ein ganz bestimmtes Ziel ist, das wir erreichen wollen, sonst könnten wir es ja nichteinmal „faken“, wenn wir nicht wüssten, was es ist.

Für jedes Ziel gilt: es ist immer besser, etwas zu tun, als nichts zu tun und einfach nur zu warten und zu hoffen. Ohne Taten keine Ergebnisse.

Wenn „faken“ also heißt, dir oder anderen etwas vormachen, also etwas zu TUN, um etwas zu erreichen (im Gegensatz zu: einen Ferrari fahren bevor ich ihn mir leisten kann) dann ist das von der Idee her schon richtig.

Allerdings kann ich dann gleich bei „vormachen“ das „vor“ weglassen, sodass nur „machen“ übrig bleibt, denn um das „machen“ geht es:

Make it, till you make it.

Tue es, tue alles, was notwenig ist, um dein(e) Ziele zu erreichen, tue es so lange, bist du sie erreicht hast. Sage anderen, dass du es tust und was du tust. Begeistere und stecke an – mit Tun, statt mit Faken.

Das ergibt die vertrauensvollen Beziehungen, die wir benötigen, inklusive der vertrauensvollen Beziehung mit dir selbst. Tun – das Richtige tun, ebenso wie das richtige Tun, also geplant und mit einem klaren Ziel (aber dazu mehr an anderer Stelle) gibt Energie, Gewissheit, Selbstvertrauen und Kraft – vor allem aber führt es ans Ziel.

Also:

Make it, till you make it 🙂

Bild: Graffiti in Valparaiso, Chile, unbekannte°r Künstler°in, Foto: Karin Schäfer, 2016 #kunstfairteilen

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